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Dortmunder Faßstraße: Fauler Kompromiss statt Mobilitätswende

Archivbild: Faßstraße während des Verkehrsversuchs im Jahr 2016. (Foto: Peter Fricke)

Der Umbau der Dortmunder Faßstraße ist bald abgeschlossen. Ziel war es unter anderem, die Wirkung der Straße als Barriere zwischen Hörder Ortskern und Phoenixsee aufzuheben. Doch statt den Autoverkehr zu reduzieren und die Attraktivität der Straße für den Kfz-Durchgangsverkehr deutlich zu senken, wurden neue Parkplätze angelegt. Auf einer überbreiten Fahrbahn neben einem Radfahrstreifen sollen die Autos versetzt fahren, aber an den Ampeln nebeneinander stehen, um die Kapazität der Straße für den Autoverkehr zu maximieren.


Foto aus dem Gutachten zum Überfahren des Radfahrstreifens. Quelle: Stadt Dortmund.

Dieses Konzept ist schon an vielen anderen Stellen gescheitert, weil der Autoverkehr dann aus Angst um die Außenspiegel den Radfahrstreifen mitbenutzt, zum Beispiel in der De-La-Chevallerie-Straße in Gelsenkirchen. Bei einem Verkehrsversuch in der Faßstraße hatte ein Gutachter herausgefunden, dass der Radfahrstreifen bis zu 147 Mal pro Stunde von Autos überfahren wird. Er hatte daraufhin empfohlen, den Radfahrstreifen rot einzufärben und die überbreite Fahrbahn von 4,75 m auf 5 m zu verbreitern. Da die Autos den Radfahrstreien um wesentlich mehr als 25 cm überfahren hatten, war das Ergebnis absehbar.

Archivbild Faßstraße: Auch die Linie (25 cm breit) ist Teil des Radfahrstreifens, der also um weit mehr als 25 cm überfahren wird. (Foto: Peter)



Aufbruch Fahrrad Dortmund sprach gestern mit Radio 91.2 darüber, warum umgesetzte Lösung nicht optimal ist.